Quiet Quitting

– eine neue Arbeitsphilosophie?!

Mal eben im Urlaub die Mails checken, schnell noch das Meeting für morgen vorbereiten und am Sonderprojekt weiterarbeiten, bevor es in den verspäteten Feierabend geht, auf dem Heimweg die letzten zwei, drei Kundenanfragen beantworten und den Anruf der Kollegin annehmen, die man am Nachmittag nicht mehr erreicht hatte: Der neue Trend Quiet Quitting sagt zu alldem „Nein“ und setzt der Überstundenkultur ein Ende.

Was Quiet Quitting ist – und was es nicht ist

Dem Begriff Quiet Quitting verschaffte der US-amerikanische Ingenieur Zaid Khan bei TikTok Berühmtheit. Mit einem 17-sekündigen Video, das es inzwischen auf 3,6 Millionen Views bringt, heizte er die Diskussion über die neue Arbeitsphilosophie ordentlich an. Inzwischen bewegt sie die Gemüter weit über die Grenzen der sozialen Medien und die der USA hinaus – und Quiet Quitting hat den deutschen Arbeitsmarkt erreicht.

Die Idee hinter Quiet Quitting klingt simpel: Quiet Quitter erfüllen ihre beruflichen Pflichten. Sie tun das, wofür sie bezahlt werden und was in ihrem Arbeitsvertrag und der Rollenbeschreibung steht. Sie kündigen also nicht im Stillen ihren Job, sondern vielmehr ihre Bereitschaft zu ständiger Erreichbarkeit und Mehrarbeit. Das Ende der Extrameile also. Und damit hat die neue Arbeitsphilosophie mit einer inneren Kündigung und Leistungsverweigerung nichts zu tun. Trotzdem nutzen manche Quellen den Trend, um vor allem jüngeren Generationen die Stempel „faul“ oder „Arbeitsverweigerer“ aufzudrücken.

Alter Wein in neuen Schläuchen?

Quiet Quitting – ein Phänomen, das es schon immer gab und jetzt einen hippen Namen trägt? Möglicherweise. Verwunderlich ist es nicht, dass gerade in der Pandemiezeit der Begriff entstand, als Remote-Arbeit und zunehmend flexiblere Arbeitszeitmodelle die Grenze zwischen Privatem und Beruflichem im Homeoffice mehr und mehr verschwimmen ließen. Als vielen Menschen klar wurde, wie kostbar das Gut „Gesundheit“ ist und sie ihr mentales Wohlbefinden über die Arbeit stellten.

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Wie begegnen Sie dem Trend "Quiet Quitting" am besten?

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Was steckt hinter Quiet Quitting? Und wie gehen Sie damit um, wenn der Trend in Ihrem Unternehmen Einzug hält? In unserem Whitepaper gibt es Antworten – und eine 10-Punkte-Liste mit praktischen Tipps, wie Sie eine Kultur schaffen, in der auch Quiet Quitter einen wertvollen Beitrag zum Miteinander und zum Unternehmenserfolg leisten.

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Sprechen. Zuhören. Verstehen. Binden.

Als Arbeitgeber sollten Sie eine wertschätzende Atmosphäre schaffen, damit Ihre Mitarbeitenden (mindestens) ihren Job gut und gerne ausführen. Machen Sie doch einen Quick-Check und fragen Sie sich einmal selbst: Leben wir eine Kultur, in der ich selbst mit Freude arbeite und in der ich mich wohlfühle? Was gefällt mir, was nicht? Und dann fragen Sie Ihre Mitarbeitenden. Hören Sie genau hin, was Ihre Belegschaft bewegt und motiviert. Das ist heute wichtiger denn je. Warum? Die Corona-Pandemie hat beim Thema Mitarbeiterbindung deutliche Spuren hinterlassen.

Während in den letzten Jahren Mitarbeitergewinnung höchste Priorität für HR hatte, steht inzwischen die Bindung ganz weit oben. Was hält Menschen in einem Unternehmen, nachdem sie pandemiebedingt monatelang (erfolgreich) aus dem Homeoffice gearbeitet haben? Was motiviert sie, wieder ins Büro zu kommen und wie gelingt es, die Identifikation mit dem Arbeitgeber zu fördern? Wieso entscheiden sich Arbeitnehmer:innen für Quiet Quitting oder planen in den nächsten Jahren, den Arbeitgeber zu wechseln, wenn sie mit ihren Aufgaben und der Führungskultur eigentlich zufrieden sind?

Machen Sie alle Mitarbeitenden zu Beteiligten!

Vor allem jüngere Arbeitskräfte möchten oft anders arbeiten als frühere Generationen. Zeigen Sie also als Arbeitgeber Profil, formulieren und leben Sie Ihren Corporate Purpose und schaffen Sie einen klaren Rahmen, der jeder/m Einzelnen Spielraum gibt, Job und Privatleben gesund zu vereinen, sich persönlich zu entfalten und gleichzeitig die geforderte Leistung zu erbringen.

Laden Sie die Menschen in Ihrem Unternehmen dazu ein, (wieder) mitzuspielen und Job und Miteinander aktiv mitzugestalten! Kleine Stellschrauben können dabei Großes bewirken. Inspiration liefert die praktische 10-Punkte-Liste in unserem neuen Whitepaper. Und ein Gedankenanstoß zum Schluss: Ob Sie den Trend Quiet Quitting als Gefahr oder Chance begreifen, ist letztlich – wie bei so vielem – eine Frage der Perspektive …

 

Haben Sie Fragen?

Ich helfe Ihnen gern weiter.


Sebastian Vornweg
Vertriebsleiter

Telefon: 0441 3907-114
E-Mail: sebastian.vornwegvrg.de

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