„Schicht im Schacht“:  Die etwas andere Recruiting-Konferenz

Ein Interview mit Initiator Marcel Rütten

Am 3. Mai 2024 steigt im Landschaftspark Duisburg-Nord zum zweiten Mal die Recruiting-Konferenz „Schicht im Schacht“. VRG HR ist auch dieses Jahr als Partner dabei – heute haben wir deshalb Initiator Marcel Rütten gefragt, welche Highlights das Event für HR-ler so besonders machen.

 

Marcel Rütten
Initiator "Schicht im Schacht"
Global Talent Acquisition Lead,
HR-Blogger, Podcaster & Autor

Die Formulierung „Schicht im Schacht“ steht sonst für etwas, das zu Ende geht. Warum heißt eine neue Recruiting-Konferenz so?

„Das Wortspiel hat zweierlei Bedeutung: Vor allem im Ruhrgebiet steht ‚Schicht im Schacht‘ natürlich für etwas, das endet. Hier wollte ich eine Parallele zum aktuellen Arbeitsmarkt ziehen. Denn wenn Arbeitgeber jetzt nichts tun, sich nicht verändern, ist für diese Unternehmen auch irgendwann Schicht im Schacht, weil sie keine Mitarbeiter:innen mehr bekommen. Gleichzeitig steht die Schicht schon allein als Wort für einen Tag auf der Arbeit. Ursprünglich sollte es nur ein kleines Netzwerktreffen unter befreundeten Personaler:innen in Duisburg werden. Daraus ist der Gedanke entstanden, eine Fachkonferenz zu machen und inhaltlich etwas mehr zu bieten, wenn so viele Menschen mit so viel Kompetenz im Bereich HR und Recruiting zusammenkommen!“

Es gibt ja relativ viele HR- und Recruiting-Veranstaltungen – was ist bei „Schicht im Schacht“ anders?

„Ich würde die ‚Schicht im Schacht‘ als die ehrlichste und persönlichste Konferenz im Markt beschreiben, weil sie von einem Personaler selbst veranstaltet wird. Ich war die letzten 15 Jahre in Unternehmen angestellt, und es ist ungewöhnlich, dass jemand von Corporate-Seite eine Konferenz in dieser Größenordnung plant. Daher wollte ich ein Event kreieren, auf das ich selbst gerne gehen würde.

Hinzu kommt, dass ich seit über 10 Jahren selbst auf vielen Bühnen als Speaker unterwegs war und auf dieser Reise eine Menge Leute kennenlernen durfte. Dadurch konnte ich ein großes Netzwerk aufbauen – und so fühlt sich das Event auch an: Als ob da einfach spannende Menschen zusammenkommen, die gemeinsam an einem Thema arbeiten.“

Was ist das wirklich Besondere am Programm?

„Auf der einen Seite die Themenvielfalt – dass also jeder Aspekt, der wirklich mit Personalgewinnung zu tun hat, abgedeckt ist. Auf der anderen Seite ein gesundes Verhältnis von Vertretern von Unternehmen zu Dienstleistern. Da bin ich beim Programm extrem wählerisch, weil ich häufig erlebt habe, dass die Anzahl der Dienstleister als Speaker extrem hoch war und dadurch die Perspektive der Corporates gefehlt hat. Und ich habe alle Speaker, die dabei sind, allesamt schon mal in Aktion erlebt und kann selbst für die Qualität der Inhalte garantieren.“

… und gibt es ein Highlight?

„Jede Menge! Ohne zu viel zu verraten, wird es viele Möglichkeiten geben, untereinander zu netzwerken und sich auszutauschen. Es wird Formate geben, die nicht nur der Wissensvermittlung dienen, sondern zusätzlich noch Spaß machen. Vor allem wird die Adaptionsfähigkeit der Themen gegeben sein: Weil Inhalte im Vordergrund stehen, und nicht ein einzelner Slot oder Speaker.“

Gibt es dieses Jahr ein Leitthema?

„Darüber habe ich mir lange Gedanken gemacht. Auf der einen Seite war es nahliegend, Künstliche Intelligenz als Leitthema zu nehmen, weil uns das alle in den letzten zwölf Monaten sehr stark beschäftigt hat. Doch ich habe mich bewusst dagegen entschieden, weil ich der Überzeugung bin, dass wir all die Auswirkungen, die KI auf HR hat, integrativ in jedem Themenbereich mitdenken müssen.

Wenn man ein Leitthema benennen will, dann Personalgewinnung strategisch zu denken. Bei der Konferenz geht es darum, neue Ideen kennenzulernen, sich mit anderen auszutauschen und anschließend genau diese Ideen im eigenen Unternehmen umzusetzen. Und auch, wenn es immer Trendthemen geben wird, geht es für alle Arbeitgeber im Kern noch immer darum, in einem Markt, der täglich enger wird, eine funktionierende Strategie zu entwickeln, wie man auch in Zukunft die besten Talente für sich gewinnt.

Natürlich ist auch die Auswahl der richtigen Technologielösung entscheidend. Es geht darum, Prozesse intern wie extern sauber auszurichten. Genauso, wie die richtigen Kanäle auszuwählen und dort zielgruppengerecht auf Kandidatinnen oder Kandidaten zuzugehen. Dafür sollte man auch inhouse die richtigen Kompetenzen haben oder entwickeln, damit Mitarbeitende auf digitalem Weg Menschen begeistern können, zum Unternehmen dazuzustoßen.

Die großen Themen bleiben ehrlicherweise unverändert: Das alles noch weiter zu professionalisieren. Eine Besonderheit ist vielleicht, dass die wirtschaftliche Situation in den letzten zwölf Monaten weiter angespannt ist. Wir sind nicht unbedingt in prosperierenden Zeiten.“

Was bedeutet die aktuelle Situation dann für die HR-Branche?

„Budgets werden hier und da enger, gerade für HR und fürs Recruiting. Explizit geht es also darum, das zur Verfügung stehende Budget viel effizienter zu nutzen – vielleicht auch noch stärker auf die Arbeit mit Daten im Recruiting zu setzen. ‚Recruiting Analytics‘ wäre hier mein Stichwort, also das Unternehmen Daten für sich nutzen, um das eigene Recruiting zu optimieren und auch transparenter zu machen.

Im Recruiting haben wir so viele Möglichkeiten, auf Daten und Datenpunkte zurückzugreifen und dadurch Transparenz zu schaffen, wie wirksam die einzelnen Maßnahmen waren oder wie fair wir entschieden haben. Am Ende des Tages kann man so auch den Erfolg von HR und Recruiting gegenüber der Geschäftsführung, dem Vorstand oder anderen Fachbereichen sichtbar machen.“

Lieber Marcel Rütten, vielen Dank für das spannende Gespräch – und wir sehen uns auf der „Schicht im Schacht“!

 

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Zur Person

Marcel Rütten ist seit über 15 Jahren im Personalmanagement tätig und als Global Talent Acquisition Lead, HR-Blogger, Podcaster und Autor ein versierter HR- und Recruiting-Experte. Durch seine vielfach ausgezeichnete Arbeit bei verschiedenen Unternehmen vom Global Player bis zur NGO hat seine Arbeit das Recruiting, Personalmarketing und Employer Branding in Deutschland über viele Jahre mitgeprägt. In seinem Blog HR4Good schreibt er über Ideen, Innovationen und Trends im Personalmanagement und berät Unternehmen zu strategischen und operativen Recruitingfragen. Als Initiator der Recruitingkonferenz „Schicht im Schacht“ will er die weitere Professionalisierung des Berufstands im deutschsprachigen Raum vorantreiben.

https://schichtimschacht.info

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Sebastian Vornweg
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